Shearman & Sterling LLP | Student Meets Practice | Die zweite Woche | 29.08. - 02.09.2016 | Marlene Wette
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Erfahrungsberichte
  • Die zweite Woche | 29.08. - 02.09.2016 | Marlene Wette
     
    Nach dem die erste Woche wie im Flug vergangen ist, sind wir schon etwas entspannter in unsere zweite Woche bei Shearman & Sterling LLP gestartet. Mittlerweile haben wir die meisten Anwälte und Mitarbeiter kennen lernen können und finden uns in den Arbeitsbereichen schon etwas besser zurecht.

    In der Praxisgruppe International Arbitration, in der ich die Zeit meines Praktikums mitarbeiten werde, hieß es zu Beginn sich erst einmal in einen aktuellen Fall einzuarbeiten. Da Verfahren in diesem Bereich meist einige Jahre andauern, stapelten sich auf meinem Schreibtisch schnell ein paar hundert Seiten über die es sich einen Überblick zu verschaffen galt. 

    Anschließend gab es sogleich den nächsten Arbeitsauftrag mit dem ich mich die folgenden Tage beschäftigen würde: das Verfassen eines Schriftsatzes auf Englisch zu Fragen der Zuständigkeit eines Schiedsgerichtes. Anders als in den Hausarbeiten und Klausuren an der Universität lag die Schwierigkeit hier insbesondere darin möglichst nah am Sachverhalt zu arbeiten und vor allem im Sinne des Mandanten zu argumentieren. Dazu gehörte außerdem die Schriftsätze der Gegenseite auf ihre Schlüssigkeit und mögliche Schwachstellen in der Argumentation abzuklopfen. 

    Am Ende der Woche galt es dann das Ergebnis mit der Arbeit meines Mentors Dr. Marc Jacob zu vergleichen und zu besprechen. Trotz ersten Erfahrungen in der Erstellung von Schriftsätzen im Rahmen des Philip C. Jessup Moot Courts zeigte sich schnell, dass man zwar gut an inhaltliche Aspekte anknüpfen konnte, aus anwaltlicher Sicht darüber hinaus aber gerade das strategische Vorgehen im Verfahren von großer Wichtigkeit ist. Es galt daher auch ein erstes Gefühl für den Umgang für die Richterbank und die eigene Position mit allen Stärken und Schwächen zu bekommen. 

    So nah an der Arbeit bei einem laufenden Verfahren dabei sein zu können und auch die Abgabe eines Schriftsatzes das sogenannte „filing“ mitzuerleben, war besonders spannend. 
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