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Die vierte Praktikumswoche
12. - 16. September 2011
Christina Schmidt, Düsseldorf
Kaum zu glauben aber wahr, die 4. Woche ist schon da! Nun haben wir Halbzeit im Praktikum und es ist schwer zu glauben, dass schon ganze drei Wochen vorbei sein sollen. Mittlerweile ist das Arbeiten bei Shearman & Sterling zur Routine geworden. Diese Routine und auch die Erkenntnis, dass man schon eine ganze Menge dazugelernt hat, macht die Faszination an diesem Praktikum aus.
An diesem Montag hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, meine Moot-Court Unterlagen hervorzuholen und genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich werde als Kläger-Vertreterin die erste Frage bearbeiten und konnte mich somit erstmal in das Vertragsrecht einarbeiten. Wie fast jeden Montag gab es heute auch wieder eine Praxisgruppenvorstellung. Diesmal wurde uns der Bereich M&A von Nathalie Daghles aus Düsseldorf vorgestellt. Diese Vorstellung hat mir besonders gut gefallen, da mir nach drei Wochen Praktikum im M&A Bereich doch schon die eine oder andere Vokabel ein Begriff ist.
Am Dienstag waren wir wieder alle zusammen im Schiffchen essen. Am Nachmittag erhielt ich dann meine bisher spannendste Aufgabe. Ich sollte eigenständig ein Antwortschreiben an die BaFin verfassen. Den weiteren Tag habe ich dann damit verbracht, mich in den Sachverhalt einzuarbeiten.
Am Mittwoch und Donnerstag folgte der Sichtung des Sachverhaltes der Vermerk. Hierfür habe ich den rechtlichen Kontext recherchiert und meine Ergebnisse in einem ausführlichen Vermerk sowie in einer Executive Summary für den Mandanten dargestellt. Unser wöchentlicher Ausflug zur Ratinger auf ein Alt, der unter uns Praktikanten mittlerweile zur Tradition geworden ist, musste diese Woche zu meinem Bedauern leider ausfallen.
Freitag konnte ich nach fast drei Tagen Vorarbeit mit dem Antwortschreiben beginnen. Das Schreiben auf Englisch ist ungewohnt, aber es ging dann doch schneller von der Hand als gedacht. So endete eine sehr spannende vierte Woche.
Christoph Schoppe, München
Es ist Montag Morgen in München. Gerade hatte ich den Rechner hochgefahren und blickte auf die noch weiße Seite, die bald ein Blogeintrag werden sollte. Nur der passende Aufhänger fehlte noch. Diesen Aufhänger lieferte mir wenige Minuten später der Kollege, der zur Tür hereinkam und fragte, ob ich noch für eine kleine Follow-Up-Aufgabe Zeit hätte, zu einem Thema, das ich vor zwei Wochen bearbeitet habe. Natürlich, hatte ich.
Der Blog wird also kurz weggeklickt, das fragliche Dokument wieder auf den Bildschirm und in den Kopf gerufen. Es mussten ein paar Änderungen eingetragen und einige Verweise erstellt werden. Eigentlich nichts Besonderes. Eigentlich – denn gerade diese Alltäglichkeit ist besonders, mit der man bereits nach wenigen Wochen in die Arbeitsabläufe eingebunden wird.
Die vierte Woche war mehr von „(mit-)machen“ als von „lernen“ geprägt: Die Mandate und Kollegen sind bekannt, die Arbeitsabläufe vertraut und die Atmosphäre ist angenehm. Es hat sich ein „Kanzleialltag“ eingestellt, der das Gefühl gibt, eher zwanzig Wochen als zwanzig Tage bei Shearmann zu arbeiten. Man kennt den Datenraum und die Hintergrundinformationen zu einigen Fällen. Ich habe gesehen, wie aus diesen Informationen ein Sachverhalt wurde, und aus diesem Sachverhalt ein Schriftsatz. Bei jedem der Schritte war die Mitarbeit des Praktikanten stets willkommen.
Die Aussicht, dass nunmehr noch zehn weitere Tage anstehen, bis es heißen wird „Student leaves Practice“, ist deswegen sicher nicht erfreulich. Mittlerweile liegt aber auch wieder ein neuer Ordner auf dem Schreibtisch: Ob ich Zeit hätte, einem Anwalt „kurz zu helfen“. Natürlich, habe ich.
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