Die vierte Praktikumswoche
21. - 27. September 2009


Vivian Dheus & Christopher Bendieck, Düsseldorf

Die vierte Woche unseres Praktikums bei Shearman & Sterling stand ganz im Zeichen des Moot Courts, der am Donnerstag im Düsseldorfer Büro stattfand.

Hierzu fanden sich die anderen Praktikanten und einige Anwälte aus Frankfurt und München bei uns ein. Der Moot Court, der sich mit fiktivem UN-Kaufrecht auseinandersetzte, wurde in drei Runden ausgetragen. In jeder Runde traten jeweils zwei Teams gegeneinander an.

Im Anschluss an jede Runde erhielten wir ein Feedback, um unsere Vorgehensweise in der darauf folgenden Verhandlung noch verbessern zu können. Wichtigste Aspekte dabei waren vor allem, sich nicht zu sehr am eigenen Konzept festzuhalten, sondern auf die Argumente der Gegner einzugehen. Die verschiedenen Verhandlungen haben uns somit die Möglichkeit gegeben, unsere rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. In der dritten Runde wurde es dann noch einmal spannend. Hier entschied sich, wer die Gewinner sein würden.

Den Abend ließen wir dann in dem eigens für das Zusammentreffen der Büros aufgebauten Zelt ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es nach Köln, wo wir an einem Seminar zum Thema Umwandlungsrecht teilnahmen. Dort wurden wir von dem Referenten nicht nur mit zahlreichen Informationen zum Thema ausgestattet, sondern erhielten auch einen Einblick in die Berufspraxis des referierenden Notars.

Gegen 18.00 Uhr traten alle wieder die Heimreise an – wir Praktikanten um einige Erfahrungen reicher.

Nach dieser ereignisreichen Woche sind wir gespannt auf die noch anstehende Zeit unseres Praktikums.


Carina Helmsen, Frankfurt

Die vierte Woche des Praktikums hatte begonnen und alle freuten sich schon auf Donnerstag, an dem unser interner Shearman & Sterling Moot Court mit allen anderen Praktikanten aus den Büros in Düsseldorf und München in Düsseldorf stattfinden sollte.
Bevor es so weit war, erstellte ich am Montag ein Memo-Update zur Auswirkung des Risikobegrenzungsgesetzes auf die Kündigung der Grundschuld. Nachdem wieder eine Praxisgruppe vorgestellt wurde, diesmal aus München die Gruppe Tax, erstellte ich zusammen mit meiner Mentorin Carola Glasauer sogenannte Term Sheets, in denen verschiedene deutsche Verträge in englisch zusammengefasst, und sodann nach New York geschickt wurden.

Bevor es an die Vorbereitungen zu unserem Moot Court ging, interpretierte ich eine Kostenaufstellung und entwarf eine entsprechende Antwort auf verschiedene follow up questions für unseren Mandanten. Dass Shearman nicht nur bürointern, bzw. landesintern arbeitet, habe ich am Mittwoch erfahren. Ich saß bei meiner Mentorin im Büro, als das Telefon klingelte und ich einen Auftrag aus Peking bekam. Nachdem ich das Form of Notarial Share Transfer Deed mit der deutschen Version auf den Inhalt abgeglichen hatte, begannen die Vorbereitungen für Donnerstag. Alle Praktikanten bekamen einen Ordner, in dem alle Materialien für das bevorstehende Schiedsverfahren enthalten waren. Wir waren in verschiedene Teams eingeteilt, die entweder den Kläger oder den Beklagten vertreten sollten. Diese Teams sollten sodann am Donnerstag gegen die anderen Praktikanten-Teams plädieren.

Am Donnerstag um 8.10 Uhr war es soweit. Wir fuhren von Frankfurt nach Düsseldorf und trafen gespannt auf alle anderen Mitstreiter. Zuerst erklärte uns Amy Cohen wie ein Schiedsverfahren abläuft und wie wir uns vor dem Schiedsgericht verhalten sollten. Nach dem Frühstück ging es dann auch schon los. Florian Hübner und ich vertraten den Kläger und betraten den Raum in dem alles geschehen sollte. Wir waren sehr nervös, weil unsere Vorbereitung sich auf ca. 1 Stunde beschränkte. Diese Nervosität war letztlich unbegründet, da es um Spaß und Übung gehen sollte. Wir hatten jedoch nicht gedacht, dass uns zwei Runden so schlauchen würden, dass wir sogar froh waren, nicht in die Finalrunde eingezogen zu sein. Dennoch konnten wir den Finalisten als Schiedsgericht Fragen stellen und diese ein bisschen zum Wahnsinn treiben.

Um ca. 18.00 Uhr war unser kleiner Moot Court nach viel Nervosität, Hitzeattacken und vor allen Dingen viel Spaß vorbei und wir konnten uns dem gemütlichen Teil des Abends widmen. Shearman hatte ein Zelt aufgebaut, in dem uns ein leckeres Barbecue und viel Alt erwarteten.

Am Freitag fuhren wir nach einer mehr oder weniger langen Nacht nach Köln, wo wir an einem Seminar, betreffend Umwandlungsrecht, teilnahmen.

Zusammenfassend waren diese zwei Tage ein wirkliches Highlight und ich denke ich spreche für alle Praktikanten, wenn ich mich hiermit ganz herzlich bei Shearman für informative, lustige und feuchtfröhliche Stunden bedanke.

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