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Die zweite Praktikumswoche
8.-12. September 2008
Antje Jänicke, Düsseldorf
Nun ist die erste Aufregung also verflogen und auch die zweite Woche des Praktikantenprogramms liegt schon hinter uns. Während eine Mitpraktikantin, meine Vorrednerin Stefanie, im Kartellrecht tätig ist, bin ich - wie der Großteil der Praktikanten - im Bereich Mergers & Acquisitions tätig. Hierzu gehört die Begleitung der Transaktionen von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Kunden über die Due Dilligence Prüfung, die Verhandlung und den Abschluss des jeweiligen Vertrages bis zum Closing.
Bestechend ist dabei die Vielfalt der Aufgaben und die unterschiedlichen Anforderungen, die hierfür zu erfüllen sind: Meine Aufgaben liegen im Verfassen von verschiedenen Vermerken zu juristischen Fragestellungen - zu meiner Verwunderung bearbeite ich auch sachenrechtliche Themen im Rahmen eines Projektes. Auf jeden Fall wurde es bis jetzt nie langweilig. Insbesondere hat mich an der Vorgehensweise von Shearman & Sterling fasziniert, mit welcher akademischen Präzision bei der Arbeit vorgegangen wird. Mit einer hauseigenen, sehr gut ausgestatteten Bibliothek sind dafür auch die besten Bedingungen gegeben.
Diese Woche gab es erneut einen Vortrag zur Vorstellung der einzelnen Praxisgruppen bei Shearman & Sterling, gehalten von Herrn Dr. Martin Neuhaus, der uns mit seinen fundierten praxisbezogenen Kenntnissen im Bereich M&A beeindruckte. Bemerkenswert ist für mich persönlich die offene Bereitschaft der Partner und Mentoren, sowie auch anderer Mitarbeiter; aufkommende Fragen und aktuelle Sachverhalte werden jederzeit ausführlich beantwortet und erklärt. Dies erleichterte mir die Arbeit an der für mich teilweise doch recht neuen Materie erheblich und vermittelte mir somit ein Verständnis für gesellschaftsrechtliche Fragestellungen.
Als freizeitliche Abendveranstaltung stand diese Woche neben einer Runde Fußball auch ein gemütlicher Umtrunk nach Feierabend mit einigen der Associates auf dem Programm. Ein guter Anlass, um die anderen Praktikanten besser kennen zu lernen und noch mehr Praxisberichte zu erfahren. Für mich zeichnet sich im Ergebnis die Arbeit bei Shearman & Sterling einerseits durch spannende Mandate mit hohem Maß an Komplexität des Sachverhaltes und einer hervorragenden Arbeitsatmosphäre aus. Ich hoffe, es folgen weitere vier spannende und aufschlussreiche Wochen hier im Düsseldorfer Büro von Shearman & Sterling.
Michaela Butz, Frankfurt
Nach der Eingewöhnungsphase in der letzten Woche war uns der Rahmenablauf dieser Woche bereits vertraut:
So wurde am Dienstag die Praxisgruppe M & A / Corporate von Dr. Martin Neuhaus aus Düsseldorf vorgestellt. Am Mittwoch fand der Brain Lunch statt, in dem uns Larissa Nobis von dem Urteil des VG Frankfurt a.M. vom 23.01.2008 zum Thema „Auskunftsanspruch von Anlegern gegen die BaFin“ berichtete. Interessant war hierbei nicht nur der Vortrag an sich, sondern insbesondere auch die sich daran anschließende Diskussion unter den Associates und Partnern über zurückliegende Mandate und die Bedeutung des Urteils für die Praxis. Zugleich bieten diese Treffen beim gemeinsamen Mittagessen vor den jeweiligen Vorträgen immer die Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Praktikanten, wodurch ich Einblicke in ihre Arbeit und dadurch in die anderen Praxisgruppen gewinnen kann.
Ich bin in der Abteilung Steuerrecht. Bisher hatte ich keine Berührung mit dem Fach Steuerrecht und habe die Zuordnung zu dieser Abteilung als positive Herausforderung empfunden. Dabei habe ich gemerkt, dass man gerade im Steuerrecht mit vielen anderen Rechtsgebieten, insbesondere dem Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, in Berührung kommt, was sehr spannend ist. Diese Woche war ich primär mit meinem eigenen kleinen Projekt, einer Power Point-Präsentation über UPREITs (einer bestimmten Unternehmensstruktur), beschäftigt. Es war ein schönes Erfolgserlebnis, am Ende der Woche die fertige Version in den Händen zu halten. Zudem wurde ich in ein aktuelles Mandat, einer beim Finanzgericht anhängigen Klage, eingebunden. Dabei merkte ich einmal mehr, wie weit Studium und Praxis auseinander fallen: Während beispielsweise im Studium der Sachverhalt regelmäßig völlig unproblematisch vorgegeben ist, bedarf es in der Praxis ausführlicher Begründung des behaupteten Sachverhalts anhand des zwischen den streitenden Parteien geschlossenen Vertrages.
Insgesamt fühle ich mich in der Abteilung sehr wohl, insbesondere, weil ich von Anfang an die Möglichkeit erhielt, selbstständig an Projekten zu arbeiten, ich mich bei Fragen jedoch immer an die Kollegen und Kolleginnen, insbesondere meine Mentorin, wenden kann.
Ein weiteres Highlight diese Woche war die After-Work Party im Frankfurter Club „Living“, bei der wir sechs Praktikanten sowie einige Referendare den Arbeitstag ausklingen ließen. Insgesamt ging die Woche unheimlich schnell vorbei und ich bin gespannt, welche neuen Aufgaben und Eindrücke mich nächste Woche erwarten werden.
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