Die zweite Praktikumswoche
22. - 26. Februar 2010


Fabian Ast, Frankfurt

In meine zweite Woche bei Shearman & Sterling startete ich wie gewohnt um neun Uhr. Zugeteilt bin ich der Praxisgruppe „International Arbitration“, die sich mit jeglichen Aspekten des Schiedsverfahrensrechts beschäftigt.

Meine Aufgabe, die mich die ersten zwei Wochen beschäftigt hat, war das Zusammenfassen und Gliedern eines Schriftverkehrs (auf Englisch), der zwischen einigen Firmen in den letzten Jahren stattfand. Gegenstand dieses Schriftverkehrs war unter anderem die Frage inwieweit eine unverschuldete Verzögerung der Leistungserbringung von der Pflicht zur Zahlung von Vertragsstrafen befreien kann.

Besondere Aufmerksamkeit war hierbei auf den jeweiligen Inhalt der Briefe, Emails und Protokolle zu legen, um diejenigen Dokumente „herauszufiltern“, die in einem möglichen Schiedsverfahren von Wichtigkeit sein könnten.

Beim Bearbeiten dieser umfangreichen Aufgabe fühlte ich mich als Teil des Teams ernst genommen, da meine Ergebnisse und eigenen Gedanken regelmäßig diskutiert und aufkommende Fragen jederzeit beantwortet wurden.

Um 12.30 Uhr erwartete uns Praktikanten die Vorstellung der Praxisgruppe M&A gehalten von Herrn Dr. Michael Schmidt-Versteyl aus dem Düsseldorfer Büro. Per Videokonferenz wurden uns eine Auswahl von interessanten Mandaten, das M&A-Team von Shearman & Sterling sowie die Schwerpunkte der Arbeit eines M&A-Anwalts vorgestellt.

Am Dienstag nahm die Praxisgruppe an einem Workshop über die effektive und kostengünstige Recherche mit der Online-Datenbank Westlaw teil, die vor allem im Bereich des (internationalen) Schiedsverfahrensrecht viele Fundstellen bereithält.

Am Mittwoch fand der wöchentliche Brain-Lunch statt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hielt Patricia Pehrsson einen interessanten Vortrag zur “Wirksamkeit von Auslandsbeurkundungen bei der GmbH”.

Den Abschluss fand meine zweite Woche mit einem Brain-Seminar in Köln zum Insolvenzrecht. Von 10 bis 18 Uhr vermittelte Prof. Dr. Reinhold Bork von der Universität Hamburg den Teilnehmern die Grundzüge des Insolvenzrechts. Hierbei wurden viele, wenn auch mitunter komplexe Fallbeispiele zur Erleichterung des Verständnisses gebildet und besprochen. 

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