Die zweite Praktikumswoche
7. - 13. September 2009


Anna Bethmann, Düsseldorf

Die erste Woche ist bereits wie im Flug vergangen. Auch die zweite Woche nähert sich jetzt schon so langsam ihrem Ende. Somit wird es Zeit eine Wochenbilanz zu ziehen. Denn an dieser Stelle möchte ich aus meinen Erlebnissen der letzten Woche berichten und einen Einblick in die tägliche Arbeit eines Praktikanten bzw. einer Praktikantin bei Shearman & Sterling geben.

Eines der Haupttätigkeitsfelder der Kanzlei liegt im Bereich Mergers & Acquisitions, in dem auch ich die Arbeit der Praxisgruppe unterstützen darf. Ich wurde mit einbezogen in die Arbeit an einem sehr komplexen Mandat, das die Kanzlei seit nunmehr schon zwei Jahren betreut. Durch die unlängst in Kraft getretenen Gesetze ARUG und VorstAG sind zahlreiche Neuerungen im Bereich des Aktienrechts aufgetreten, woraufhin sich auch einige neue Fragestellungen im Bezug auf das betreute Mandat ergaben. Ich wurde dann mit der Aufgabe betraut zu einigen dieser aufgetretenen Fragen Recherche-Arbeit zu betreiben und die Ergebnisse anschließend in Mandanten-Infos und Verweisen zusammenzufassen. Außerdem lernte ich ein mir bisher unbekanntes Abstimmungsverfahren kennen, als ich einen Schriftsatz für einen im Umlaufverfahren zu entscheidenden Aufsichtsratsbeschluss anfertigte.

Auch in dieser Woche fand wieder der allwöchentliche Brain-Lunch statt, mit einem Vortrag von Carlos Robles y Zepf zum Thema ARUG. Zudem bot uns bereits am Montag Dr. Martin Neuhaus Einblick in die Praxisgruppe M&A.

Abgerundet wurde diese Woche noch durch einen gemeinsamen Umtrunk am Dienstagabend unter dem Motto „Students meets Altstadt“. Dieser sehr gesellige Abend war eine gute Gelegenheit die anderen Praktikanten, aber auch unsere Mentoren besser kennen zu lernen.

Abschließend ist zu sagen, dass sich mein Praktikum bei Shearman & Sterling dadurch auszeichnet, dass ich mit vielen interessanten und unterschiedlichen Aufgaben betraut werde. Außerdem stelle ich fest, dass man sich automatisch in bisher unbekannte aber sehr spannende Themenkomplexe einarbeitet, die allesamt höchst aktuell sind. Zudem beeindruckt mich das harmonische Betriebsklima und die Selbstverständlichkeit mit der die Mentoren von uns gestellte Fragen beantworten. Das Praktikantenprogramm wird seinem Motto „Mittendrin statt nur dabei“ mehr als gerecht und ich freue mich schon auf vier weitere spannende Wochen im Düsseldorfer Büro.


John Sichelschmidt, Frankfurt

Die ersten beiden Wochen des Praktikums sind nun vorbei und ich kann ganz klar sagen, dass der anfängliche positive Eindruck sich nicht verflüchtigt, sondern sich verfestigt hat. Die Mitarbeiter und Anwälte von Shearman & Sterling sind alle sympathisch, offen und hilfsbereit und es herrscht eine angenehme Kollegialität und Arbeitsatmosphäre. Die Arbeit als Praktikant bei Shearman & Sterling wird mir besonders dadurch erleichtert, dass sich bei aufkommenden Fragen immer jemand finden lässt, der gerne bereit ist, ausführlich auf diese zu antworten. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Mentoren hervorzuheben, die sich permanent darum kümmern, dass wir Praktikanten in die Arbeit der jeweiligen Praxisgruppe eingebunden werden und ebenfalls keine Zeit und Mühen scheuen, uns ausführlich über die Mandate, an denen wir mitwirken, aufzuklären, damit wir auch das „große Ganze“ verstehen.

Ich bin in dem Bereich Mergers & Acquisitions tätig, der einen Teilbereich der Praxisgruppe European Corporate darstellt und somit zu einem der Kernbereiche von Shearman & Sterling gehört. Der Bereich M&A wurde diese Woche, im Rahmen der wöchentlichen Vorstellung der verschiedenen Praxisgruppen, auch in einem fundierten und interessanten Vortrag von Herrn Dr. Martin Neuhaus aus dem Düsseldorfer Büro vorgestellt. Auffällig war, wie enthusiastisch und motiviert Herr Neuhaus seinen Vortrag über den Bereich M&A hielt. Dieser Enthusiasmus, denke ich, ist bezeichnend für die Einstellung aller Anwälte und Mitarbeiter von Shearman & Sterling, von denen man den Eindruck gewinnt, dass sie mit Leidenschaft und Freude ihrer Arbeit nachgehen.

In Bezug auf den Bereich M&A ist im Speziellen die Vielfalt der Anforderungen und Aufgabenfelder hervorzuheben. So arbeitet z.B. mein Mentor Alexander Schiel momentan gleichzeitig an verschiedenen Mandaten, die unter anderem die Durchführung einer Kapitalerhöhung und ein Schiedsgerichtsverfahren umfassen. Ich bin zur Zeit überwiegend in die Arbeit an dem Schiedsgerichtsverfahren involviert, was mir die Möglichkeit bietet, mich intensiv mit einem Rechtsstreit zwischen zwei Banken auseinanderzusetzen. Zu meinen Aufgaben zählen juristische Recherchen und Recherchen zum Sachverhalt, das Korrekturlesen der Schriftsätze und das Verwalten der Anlagen.

Die Woche ließen wir am Donnerstagabend mit einem Besuch der Frankfurter Apfelweinwirtschaft „Fichtekränzi“ in Sachsenhausen ausklingen. Als gebürtiger Frankfurter und Liebhaber des Handkäs, Ebbelwoi und der grünen Soße kam mir dies natürlich sehr entgegen und mit Bedauern nahm ich die Skepsis der Nicht-Frankfurter über unseren Ebbelwoi und Handkäs auf. Dies war der netten Stimmung an diesem Abend aber keinesfalls abträglich und so verbrachten wir einige schöne Stunden im „Fichtekränzi“. 

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