Die erste Praktikumswoche
16. - 19. Februar 2010
Carola Kürten, DüsseldorfMeine erste Praktikumswoche bei Shearman & Sterling in Düsseldorf begann in zweierlei Hinsicht auf besondere Weise. Zum einen starteten wir Düsseldorfer Studenten aufgrund des Rosenmontags erst am Dienstag in unser Praktikum und zum anderen waren wir eingeladen, den ersten Praktikumstag im Frankfurter Büro der Sozietät zu verbringen. In Frankfurt nämlich fand für alle fünf Praktikantenprogramm-Teilnehmer sowie für den neuen Düsseldorfer Referendar die EDV-Schulung, welche uns vor allem auf die Arbeit mit dem Computersystem des Hauses vorbereiten sollte, statt.
Bei dieser Schulung verstand es unsere EDV-Trainerin nicht nur, uns die Tricks des Computersystems nahe zu bringen, sondern sorgte zugleich dafür, dass unsere anfängliche Aufregung verschwand, indem sie unsere Fragen beantwortete und uns so unsere Unsicherheiten nahm.
Als wir dann zum Mittagessen von vier jungen Associates abgeholt wurden und diese sofort eine lockere und einfach nette Atmosphäre schafften, war für mich klar, dass eine tolle und spannende Praktikumszeit vor uns lag.
Nachdem die Schulung in Frankfurt am Nachmittag zu Ende gegangen war, fuhren wir drei Düsseldorfer Studenten sowie der Düsseldorfer Referendar mit dem ICE zurück nach Düsseldorf und hatten somit Gelegenheit, uns auf der Rückfahrt über den ersten Tag auszutauschen.
Der nächste Tag in Düsseldorf begann dann mit einer Begrüßung per Video durch zwei US-amerikanische Partner, welche uns interessante Informationen der Geschichte sowie der Philosophie und der Grundsätze von Shearman & Sterling vermittelten.
Wenig später lernten wir dann auch schon unsere drei Mentoren kennen, die uns in ihre Büros führten, um uns einen ersten Einblick in das zu geben, was uns in den nächsten Wochen erwarten würde. Kaum hatte mein Mentor mich ein wenig in seine Arbeit eingeführt und mir die aktuellen Mandate vorgestellt, als bereits der erste Kollege in der Tür stand und fragte, ob ich vielleicht Zeit hätte, eine Übersetzung für ihn zu übernehmen. So hatte ich schon nach kurzer Zeit meine erste richtige Aufgabe und freute mich darauf, am Nachmittag genauere Informationen bezüglich der Übersetzungsaufgabe zu erhalten. Bevor es mit den anderen Praktikanten und unseren Mentoren sowie einem Partner zu einem sehr gelungenen Mittagessen in die Altstadt ging, stellte mich mein Mentor allen Kollegen vor, welche mich alle herzlich begrüßten und mir das Gefühl gaben, dass wir Praktikanten sehr willkommen waren.
Am Nachmittag dann bekamen wir eine Bibliotheksführung, um beispielsweise auch auf Recherchearbeiten vorbereitet zu sein. Anschließend beschäftigte ich mich mit der erwähnten Übersetzung und konnte zwischendurch Organisatorisches erledigen, wobei mir mein Mentor jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand und stets dafür sorgte, dass keine Frage unbeantwortet blieb.
Aufgrund der Tatsache, dass die Übersetzung bis Ende der Woche fertig gestellt werden sollte, verbrachte ich die verbleibenden Tage der Woche in erster Linie damit, die Übersetzung in die Tat umzusetzen. Während ich an dieser arbeitete, wurde mir bewusst, dass ich während meines Praktikums keineswegs sinnlos Akten wälzen oder meine Zeit mit der Anfertigung von Kopien verbringen, sondern dass ich voll und ganz in die Arbeit einbezogen werden und wirklich unterstützende und sinnvolle Arbeiten erledigen würde.
Als kleine Unterbrechung und Abwechslung stand am Donnerstagmittag noch eine Videokonferenz mit dem Münchener und dem Frankfurter Büro auf dem Programm. Nachdem wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen über die ersten Tage ausgetauscht hatten, wurde uns aus Frankfurt die Praxisgruppe „International Arbitration“ vorgestellt und wir bekamen erste Informationen zum geplanten Moot Court.
Als ich dann die Übersetzung am Freitag soweit beendet hatte, erklärte mir mein Mentor, in welches Mandat ich nun einbezogen werden würde und wie meine Aufgaben aussehen würden. Somit begann ich, mich in diesen neuen Fall einzuarbeiten und war bereits voller Erwartung auf die zweite Praktikumswoche.
Um an dieser Stelle eine erste Zwischenbilanz zu ziehen, kann ich sagen, dass ich mich von Beginn an sehr wohl fühlte. Dies lag besonders daran, dass alle Kollegen unglaublich nett und hilfsbereit waren und ich außerdem den Eindruck bekam, dass in der gesamten Sozietät ein sehr gutes Arbeitsklima herrscht.
Darüber hinaus ist besonders mein Mentor hervorzuheben, der dafür verantwortlich war, dass ich allen Grund hatte, mich glücklich zu schätzen, am Praktikantenprogramm teilnehmen zu können und mich auf die kommende Woche zu freuen.
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